Apple bekräftigt: Verbessertes Siri soll im Laufe dieses Jahres erscheinen

13. Febr. 2026 10:00 Uhr - Redaktion

Vor fast zwei Jahren, im Juni 2024 zur Entwicklerkonferenz WWDC24, kündigte Apple mit viel Tamtam eine verbesserte Version des Sprachassistenten Siri an. Konkret geht es dabei um ein "stärker personalisiertes Siri", das den persönlichen Kontext des Nutzers besser erkennen soll. Nachdem Apple im Januar einräumen musste, dieses Vorhaben ohne fremde Hilfe nicht umgesetzt zu bekommen, hat sich das Unternehmen nun erneut dazu geäußert.

Gegenüber dem US-Sender CNBC teilte der Mac- und iPhone-Hersteller mit, dass die Einführung der personalisierteren Siri-Funktion weiter für 2026 geplant sei. Ein konkreter Termin wird von Apple jedoch auch weiterhin nicht genannt. Es könnte bereits im April mit der Version 26.4 soweit sein, aber auch erst im September mit Version 27.0 oder im Dezember mit Version 27.2.

Unter dem Strich ist das Projekt inzwischen zu einem völligen Desaster für Cupertino geworden. Zur Unfähigkeit, die vollmundigen Ankündigungen von 2024 in ein echtes Produkt umzusetzen, kam im Januar das Eingeständnis hinzu, es ohne die Gemini-Technologie von Google nicht zu schaffen. Statt des aufgemotzten Siri bekamen Nutzer zuletzt das kontrovers diskutierte "Liquid Glass"-Oberflächendesign und eine verstärkte Forcierung auf Abo-Modelle vorgesetzt (plus die inzwischen chronischen Qualitätsprobleme im Betriebssystem; vor allem hinsichtlich Details).

 
Siri
 
Besser personalisiertes Siri: Irgendwann dieses Jahr soll es soweit sein.
Bild: Apple.

 

Siri+ oder Apple Intelligence+ in Zukunft als weitere Abo-Dienste aus dem Hause Apple? Irgendwie müssen die Milliarden-Investitionen schließlich eingespielt werden. Ob der User dabei aber mitspielen wird, steht wiederum auf einem anderen Blatt. Oder ist es Taktik? Es so lange hinauszuzögern, bis der Trend fast schon vorbei und der nächste Hype bereits am Horizont zu erkennen ist? Bereits Apple Intelligence ist - blumig gesprochen - eher unterwältigend, von der AirPods-Live-Übersetzung (zur Abwechselung mal eine wirklich praktische und sinnvolle KI-Funktion; wenngleich auch hier noch viel Optimierungsbedarf besteht) einmal abgesehen.

Bereits die Drahtlos-Ladematte AirPower wurde vor einigen Jahren zum Running Gag. In das Car-Projekt hat Apple Milliarden ohne jegliches Ergebnis versenkt. Vision Pro ist der größte Apple-Flop seit Jahrzehnten. Dienste wie Fitness+ oder News+ dümpeln vor sich hin. Ebenso Milliarden fließen seit Jahren in die Produktion von Fernsehserien und Kinofilmen - ob es das für einen Hersteller, der notwendige Hardware für den Alltag anbietet, wirklich gebraucht hätte, ist ebenso zweifelhaft (wenngleich es einige wirklich hochqualititative Eigenproduktionen gibt). Und im Herbst soll ein sündhaft teures "iPhone Fold" das Ruder herumreißen? Während sich CEO Tim Cook langsam der Rente nähert, kommen immer mehr Zweifel hinsichtlich Apples künftigem Kurs auf. Gut möglich, dass sich Apple wieder einmal neu erfinden muss. Nur - wer soll den Job diesmal übernehmen?